Barbarakraut

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. Dezember 2015
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Schon im Mittelalter war das Barbarakraut als Heilpflanze bekannt. Auch in der Küche fand das auch als Winterkresse bekannte Kraut Verwendung.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Das Barbarakraut besitzt einen hohen Vitamin-C Gehalt. Außerdem hilft es bei Verdauungsstörungen.

Das Barbarakraut, auch Echtes Barbarakraut oder Winterkresse genannt, ist eine zweijährige Pflanze aus der Gattung der Korbblütler. Es gilt als Pflanze der heiligen Barbara, der Schutzheiligen von Bergleuten, Steinbrucharbeitern und Kanonieren.

Die immergrüne Pflanze blüht noch über den Barbaratag am 4. Dezember hinaus bis ca. Mitte Dezember, wenn andere Pflanzen schon längst verwelkt sind. In den Sommermonaten kann man die kleinen goldgelb in der Sonne leuchtenden kleinen Blüten häufig auf Sand- und Kiesbänken in kleinen Bächen und Flüssen entdecken.

Die Pflanze wächst aber auch auf nährstoffreichen Böden an Wegrändern, an Bahndämmen, in Kiesgruben und auf Äckern. Das Barbarakraut wird ca. 30 bis 90 cm hoch und bildet im ersten Jahr leierförmig angeordnete Blätter mit paarigen Seitenlappen und einem abgerundeten, häufig herzförmigem Endlappen. Im Jahr darauf entwickeln sich traubenartige, leuchtend gelbe Blüten, die etwas an Rapsblüten erinnern. Die Blüten haben einen Durchmesser von 7 bis 9 mm, aus ihnen wachsen ca. 2,5 cm lange Schoten.

Über die Herkunft des Namens streiten sich die Geister. Für die einen leitet sich der Name von der heiligen Barbara her (Ehrentag am 4. Dezember), die anderen sehen den Namensursprung im lateinischen "Carpentariorum berba", das Zimmermannskraut bedeutet. In der Tat wurde das Barbarakraut schon im Mittelalter bei Schreinern und Zimmerleuten für die Heilung kleinerer Verletzungen verwendet.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Das Barbarakraut ist eine vielseitige Pflanze, die neben ihrer Wirkung als Heilpflanze auch einen hohen Gehalt an Vitamin C aufweist, was sie auch in der Küche beliebt macht. Sie kann dort ähnlich wie Sauerampfer, Giersch, Brennessel und Spinat zubereitet werden. Hauptsächlich werden dafür die frischen Blätter aus der Zeit von Mai bis Oktober verwendet, die ähnlich würzig wie die Kresse schmecken. Deshalb wird das Barbarakraut auch Winterkresse genannt. Der würzige Geschmack entsteht durch, die in der Pflanze enthaltenen Senföle.

Barbarakraut kann roh und gekocht verwendet werden. Besonders gut schmecken die Blätter, bevor das Barbarakraut anfängt zu blühen, weil sie zu dieser Zeit sehr zart sind. Altere Blätter sind oft härter und schmecken bitterer, eignen sich aber noch als Gemüse. Der bittere Geschmack kann gemildert werden, wenn das Kochwasser mehrmals getauscht wird, allerdings reduzieren sich dadurch auch die Nährstoffe.

Weil sie so doppelt so viel Vitamin C enthält wie die gleiche Menge an Orangen, ist sie ein ausgezeichneter Vitaminspender in den Wintermonaten. Sie galt auch als Heilpflanze gegen die Vitaminmangelerkrankung Skorbut. Neben der hohen Menge an Vitamin C enthält das Barbarakraut auch Inhaltsstoffe, die dem Körper bei der Blutreinigung, der Verbesserung des Stoffwechsels, der Verdauungsanregung und der Appetitförderung helfen.

Auch auf die Wundheilung wirkt sie positiv, am besten in Form von Waschungen und Auflagen mit Tee oder Tinkturen. Barbarakraut kann einer Erkältung vorbeugen, wenn es vorbeugend regelmäßig 3 x täglich als Tee getrunken wird. Eine Tinktur aus den zerkleinerten Samen mit Wein oder Wodka wirkt harntreibend und hilft bei Blasen- und Niereninfektionen.

Wogegen hilft Barbarakraut?

Bedeutung für die Gesundheit

Wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes ist das Barbarakraut ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant. Weitere Inhaltsstoffe unterstützen die Blutreinigung. Für die Verdauung spielen die Bitterstoffe eine Rolle. Sie fördern den Appetit, regen im Magen und Darm den Stoffwechsel und die Verdauung an, die wiederum die Produktion von Verdauungssäften in Magen, Bauchspeicheldrüse, Galle und Leber anregen. Ein Absud aus Barbarakraut soll bei Steinerkrankungen helfen.

Als Aufguss, Auszug und Tinktur hat das Barbarakraut einen positiven Einfluss auf die Wundheilung. Zur Vorbeugung von Blasen- und Niereninfekten wird eine Tinktur aus zerstoßenen Samen und Wein empfohlen. Diese Tinktur hat eine harntreibende Wirkung und schwemmt Erreger aus. Die Wirkung ist auch bei Gicht förderlich. Häufig wird ein Tee aus Barbarakraut zur Vorbeugung von Erkältungen getrunken.

Im Mittelalter fand das Barabarakraut hauptsächlich Verwendung zur Wundheilung bei verschiedenen Wunden. Im Mittelalter wurde es sogar in der Feldchirurgie verwendet. Zur Wundheilung sollte es aber vorwiegend bei kleineren Wunden zum Einsatz kommen, größere, tiefere Wunden, die vielleicht noch verschmutzt sind, sollten immer besser von einem Arzt behandelt werden. Es eignet sich aber gut für Hautabschürfungen. Am besten legt man dafür die zerkleinerten Blätter für einen Tag in Olivenöl und filtert sie nach einem Tag aus. Mit der Ölmischung lassen sich die Wunden bestreichen.

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