Bänderdehnung der Schulter

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. Dezember 2016
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Unser Schultergelenk ist von zahlreichen Bändern und Muskeln umgeben, welche es stabilisieren und für die nötige Kraft sorgen. Führen wir jedoch extreme Bewegungen aus, so werden diese Bänder gespannt und können dazu führen, dass weitere Bewegungen blockiert werden. Wird diese Bewegung jedoch zu intensiv ausgeführt, kann es passieren, dass die Bänder nicht so schnell mitkommen: Eine Bänderdehnung der Schulter entsteht - im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem ganzen Bänderriss. Nicht ohne Grund wird die Bänderdehnung unter anderem ebenso eine Bandverletzung ersten Grades genannt.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Grundsätzlich kann die Bänderdehnung der Schulter auf verschiedene Arten entstehen: Sie kann durch falsche Bewegungen im Alltag, aber auch beim Sport zustande kommen.

Oft ist dies der Fall, wenn unkontrolliert eine zu heftige Bewegung ausgeführt wird, die eine zu starke Krafteinwirkung auf das Schultegelenk mit sich bringt. Dann werden die Bänder überdehnt - die Folge: Das Schultergelenk wird auf eine völlig falsche Art belastet. Eine Dehnung kann jedoch ebenso entstehen, wenn ein kräftiger Schlag gegen die Schulter ausgeführt wird.

Symptome und Verlauf

Als Erstes zeigt sich eine Bänderdehnung der Schulter durch stechende oder ziehende Beschwerden, die im Gelenk wahrgenommen werden. Auch ein Anschwellen der Schulter ist hier nicht unüblich. Meist tritt diese jedoch erst dann auf, wenn die Entzündung schon weiter fortgeschritten ist. Daher ist es wichtig, so bald wie möglich zu handeln.

Die Intensität der Schmerzen variiert bei einer Bänderdehnung der Schulter und zeigt sich in der Regel vor allem dann, wenn die Belastung auf das Schulterblatt einmal stärker ausfällt. Schnell ist die Folge ein unangenehmer Kraftverlust des Schulter- und Armbereichs: Es schmerzt, wenn man Dinge anhebt, eine Tasche an der Schulter trägt oder auch eine anderweitige Belastung an der entsprechenden Seite stattfindet.

Bei einer Bänderdehnung gibt es jedoch - anders als bei einem Bänderriss - keine Blutergüsse. Das liegt in erster Linie daran, dass bei einer Dehnung nicht explizit eine Bänderschädigung vorliegt und damit auch keine Einblutung in das Gewebe entsteht.

Diagnose

Sollten Schmerzen im Schulterbereich entstehen, ist es zu empfehlen, möglichst zeitnah einen Arzt aufzusuchen, damit dieser eine Diagnose zu den Beschwerden empfehlen kann. Sollten die Schmerzen auch nach ruckartigen Bewegungen auftreten und schwillt eventuell sogar das Gelenk an, dann ist eine Schädigung des gesamten Bandapparats nicht unwahrscheinlich - in diesem Fall ist eine umfassendere Behandlung erforderlich.

Geht den Schmerzen ein Unfall oder ein Sturz voraus, muss von einem Arzt Weiteres ausgeschlossen werden. Funktionstests, die für gewöhnlich bei der Erstdiagnose von Ärzten durchgeführt werden, liefern allerdings nicht immer eindeutige bzw. verlässliche Ergebnisse. Daher kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine MRT an der Schulter durchführen zu lassen, um andere Ursachen auszuschließen oder zu bestätigen. Hier kann der Arzt feststellen, ob ein Bänderriss vorliegt oder es sich lediglich um eine Bänderdehnung der Schulter handelt. Dementsprechend kann der Arzt dann entscheiden, welche Methode zur Behandlung am ehesten geeignet ist.

Behandlung und Therapie

Besonders wichtig ist bei einer Bänderdehnung der Schulter, dass das Gelenk möglichst geschont wird. Führen Sie möglichst keine Bewegungen aus, die viel Kraft oder eine starke Belastung erfordern. Schwere Gegenstände anzuheben sollte für eine Weile tabu sein, bis der Bereich wieder abgeheilt ist.

Schonen Sie das Schultergelenk bei starken Schmerzen mit einem kalten Waschlappen oder auch mit Eis - dies lindert die Schmerzen zumindest temporär etwas. Achten Sie hier jedoch wiederum darauf, dass die Eiswürfel nicht unmittelbar mit der Haut in Kontakt kommen, sondern am besten in ein Tuch gewickelt werden. Dieses tupfen Sie sanft auf die Haut und erneuern die Eiswürfel, wenn sie zu schmilzen beginnen. So lassen sich mögliche Erfrierungen verhindern.

Sollten die Schmerzen zu stark sein, können schmerzlindernde Medikamente eingenommen werden - auch diese werden vom Hausarzt verschrieben. Tritt keine Besserung ein, muss erneut ein Arzt aufgesucht werden, der alternative Behandlungsmethoden und unter Umständen eine Rehabilitationsmaßnahme für die Schulter festlegen kann.

Abhängig von der Intensität der Dehnung kann ein Arzt entscheiden, ob das Tragen einer Schiene zur Abheilung erforderlich ist. Sollte eine Bänderdehnung der Schulter vorliegen, verordnen die meisten Ärzte eine Art Schlaufe, in die man den Unterarm legt, damit er getragen und die Schulter geschont werden kann. Dies unterstützt die Heilung deutlich. Dabei versteht es sich von selbst, dass schwere Lasten wie Handtaschen oder Rucksäcke für diesen Zeitraum tabu sein sollten.

Verzichten Sie darauf, unnötige Dinge mit sich zu führen und versuchen Sie maximal, die Last an der anderen Hand in einer Tragetasche zu transportieren. Wird die Schulter nämlich weiter belastet, verzögert dies nicht nur den Heilungsprozess, sondern kann sogar zu einer noch schmerzhafteren Entzündung führen.



Vorbeugung

Grundsätzlich ist es natürlich schwer, eine Bänderdehnung der Schulter zu verhindern - diese kann immer und überall entstehen. Selbst dann, wenn man beim Sport besonders vorsichtig ist und darauf achtet, sich nicht zu stark zu überlasten, kann eine Bänderdehnung entstehen. Oft ist sie jedoch auch die Folge einer zu starken Bewegung, mit der die Bänder an der Schulter nicht zurecht kommen. Langes Vordehnen ist hier zwar eine gute Hilfe, um sich aufzuwärmen, aber dennoch keine sichere Prävention, um eine Bänderdehnung der Schulter zu verhindern.

Dennoch hat man die Möglichkeit, etwas für die Stärkung seiner Muskulatur zu tun, welche sich um das Schultergelenk herum befindet. Auf diese Weise kann langfristig effektiv dazu beigetragen werden, die Muskeln in ihrer Funktion zu unterstützten und vor allem auch zu entlassen. Gleichzeitig lässt sich damit das Risiko einer Verletzung effektiv reduzieren, weil die Muskulatur auch intensivere Krafteinwirkungen gut abdämpfen kann und damit verhindert, dass zu stark an den Bändern gezerrt wird.

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