Augenlasern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Juni 2016
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Sehschwächen sind weltweit verbreitet. Allerdings gibt es heutzutage viele Methoden zur Korrektur von Weit- und Kurzsichtigkeit. Neben Brillen und Kontaktlinsen kommt das Augenlasern als dauerhafte Lösung infrage. Nach der Operation ist das Tragen von weiteren Hilfsmitteln nicht mehr notwendig.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Augenlasern?

Viele Menschen mit Sehschwäche träumen von einem klaren Blick ohne Brille. Durch einen solchen Eingriff lässt sich die Fehlsichtigkeit in einem gewissen Rahmen langfristig korrigieren. Insgesamt weisen zirka zwei Drittel aller Deutschen eine Fehlsichtigkeit auf. Weil nicht alle mit Brille und Kontaktlinsen zufrieden sind, kommt unter Umständen das Augenlasern in Betracht.

Ziel des Augenlaserns ist es somit, die bestehende Sehschwäche zu beheben. Dafür lassen sich verschiedene Methoden anwenden. Letztendlich beruht der Erfolg auf der Veränderung der Brechkraft der Hornhaut. Deswegen wird die Augenlasik auch als refraktive Chirurgie bezeichnet.

Anwendung und Funktion

Das Augenlasern kann Brille und Kontaktlinsen überflüssig machen. Allerdings kann sie nicht bei allen Fehlsichtigen angewendet werden. So ist es zum Beispiel nicht möglich, Alterssichtigkeit mithilfe einer Augenlasik zu korrigieren. Die Methode kommt zum Einsatz, um unter bestimmten Bedingungen Kurz- und Weitsichtigkeit zu behandeln. Bei beiden Erscheinungen stehen einfallendes Licht und eine veränderte Brechkraft im Mittelpunkt.

Der größte Teil der Patienten lässt sich aus persönlichen Motiven behandeln. So können Brillen im Alltag einschränken, zum Beispiel bei Bewegungen. Kontaktlinsen hingegen werden nicht immer vertragen. Aus medizinischen Gründen ist das Augenlasern meistens nicht notwendig.

Damit Ärzte die Augen lasern dürfen, muss der Betroffene bestimmte Kriterien erfüllen. Zunächst darf die Hornhaut nicht zu dünn sein. Ob die Dicke passt, lässt sich mithilfe eines Computers ermitteln. Darüber hinaus müssen sich die Augen in einem stabilen Zustand befinden, das heißt die Fehlsichtigkeit darf sich innerhalb eines Jahres nicht mehr verändert haben.

Operiert werden nur Personen, die 20 Jahre alt sind und unter keinen Augenkrankheiten leiden. Im Rahmen von Schwangerschaft und Stillzeit ist das Augenlasern ebenfalls nicht zu empfehlen.

Methoden und Verfahren

Zum Augenlasern kommen unterschiedliche Methoden infrage. Zunächst wurde die photorefraktive Keratektomie entwickelt, abgekürzt mit den Buchstaben PRK. Die äußere Ebene der Hornhaut wird verändert und anschließend eine vorübergehende Kontaktlinse auf das operierte Auge gelegt.

Bei Epi-LASIK und LASEK handelt es sich um eine Fortführung der PRK-Methode. Hier wird die erste Schicht der Hornhaut allerdings durch eine stumpfe Klinge entfernt. Anschließend kommt ein Excimerlaser zur Modellierung der Brechkraft zum Einsatz. Bei der LASIK-Methode verbleibt die oberste Hornhautschicht im Auge. Bei dem Augenlasern wird nur an einer Stelle der Hornhaut ein Schnitt angesetzt.

Was muss der Patient beachten?

Augen sind nicht nur die wichtigsten Sinnesorgane des Menschen. Darüber hinaus handelt es sich um sehr empfindliche Organe. Nach dem Augenlasern ist die Nachsorge besonders relevant. Nach der Operation sollten Patienten die Klinik nicht sofort verlassen, sondern mindestens zwei bis drei Stunden ambulant aufgenommen werden. Auf diese Weise kann der Arzt bei eventuellen Komplikationen sofort eingreifen.

Nach dem Augenlasern ist es empfehlenswert, die Augen erst sechs Stunden nach der Operation zu öffnen. Viele Patienten weisen nach einer solchen Korrektur trockene Augen auf. Deswegen ist die Verwendung von Augentropfen wichtig. Diese tragen darüber hinaus zu einer guten Wundheilung bei. In der Regel werden die Augentropfen zunächst stündlich aufgetragen und später dann je nach Bedarf des Patienten. Kortisonhaltige Augentropfen vermeiden das Auftreten von Augenentzündungen.

Ärzte empfehlen eine Anwendung der Augentropfen bei PRK, LASEK und Epi-LASIK von drei bis sechs Monaten. Wurde eine LASIK durchgeführt, können die Tropfen nach ein paar Tagen abgesetzt werden. Weiterhin ist der regelmäßige Besuch bei dem Augenarzt wichtig. In den ersten Monaten nach dem Augenlasern sollten die Resultate häufig kontrolliert werden.

Ablauf und Durchführung

Am häufigsten wird mittlerweile die LASIK-Methode zum Augenlasern angewendet. Das Lasern der Augen findet in der Regel in einem Augenzentrum, einer Augenklinik oder bei einem spezialisierten Augenarzt statt. Sollen beide Augen behandelt werden, geschieht dies entweder an zwei aufeinander folgenden Terminen oder gleichzeitig. Bevor die Augen gelasert werden, findet eine gründliche Untersuchung statt. Bei dieser wird unter anderem ein Sehtest durchgeführt, das Auge vermessen und Hornhautdicke sowie Augendruck gemessen.

Anschließend erhalten Patienten ein lokales Betäubungsmittel. Eine Narkose ist nicht notwendig. Allerdings verabreichen einige Ärzte auf Wunsch zudem ein beruhigendes Medikament. Die örtliche Betäubung sorgt für einen schmerzfreien Ablauf des Augenlaserns. Die Operation ist in wenigen Minuten abgeschlossen.

Bei der LASIK-Methode wird zunächst die Hornhaut an einer Stelle eingeschnitten und weggeklappt. Die Struktur der Hornhaut wird mithilfe eines Lasers modelliert. Zuletzt lässt sich bei Abschluss des Augenlaserns die Hornhaut zurückklappen, wo sie sich sofort wieder dem Auge anpasst, ohne dass eine Naht notwendig wäre.



Eigenleistung oder Krankenkasse - wer trägt die Kosten?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Augenlasern in der Regel nicht. Immerhin handelt es sich oftmals um keinen medizinisch notwendigen Einsatz. Das Augenlasern in Deutschland wird mit bis zu 5000 Euro berechnet.

Kann der Patient die medizinische Notwendigkeit belegen, erhält er unter Umständen eine Teilkostenerstattung. Bei privaten Krankenversicherungen ist die finanzielle Übernahme des Augenlaserns möglich. Die meisten Krankenkassen entscheiden bei jedem Patienten einzeln, ob die Kosten ganz oder teilweise bezahlt werden. In einigen Privatkrankenkassen ist eine LASIK-Operation in spezifischen Tarifen enthalten.

Risiken, Gefahren und Komplikationen

Wie jeder operative Einsatz, kann sich auch das Augenlasern nicht von eventuellen Risiken und Komplikationen freisprechen. Allerdings sind solche Vorfälle sehr selten. Weniger als ein Prozent aller Patienten hat nach dem Augenlasern mit Beschwerden zu kämpfen.

Um die Wahrscheinlichkeit von Risiken zu senken, muss vor der Operation stets eine gründliche Beratung stattfinden. Grundsätzlich kann das Augenlasern die Fehlsichtigkeit über- oder unterkorrigieren. In einem solchen Fall müssen die Augen ein weiteres mal gelasert oder Sehhilfen getragen werden.

In dunkler Umgebung können Doppelkonturen auftreten. Einige Patienten fühlen sich vermehrt von dem einfallenden Licht geblendet. Darüber hinaus lässt sich eine Entzündung der Hornhaut nach dem Augenlasern nicht ausschließen. Diese kann mit spezifischen Augentropfen behandelt werden. Manchmal treten nach dem Augenlasern Schmerzen auf.

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