Arzneimittelallergie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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Die Arzneimittelallergie ist eine unangenehme Erkrankung, die sich dann äußert, wenn der Patient Arzneimittel einnimmt, die der Körper nicht verträgt. Veränderungen des Gesundheitszustandes sowie weitere - allergiespezifische - Symptome sind die Folge.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Arzneimittelallergie?

Unter dem Begriff der Arzneimittelallergie beschreibt der Mediziner die gesundheitliche Verschlechterung auf Grund der Einnahme oder Verabreichung eines Medikaments.

Der Patient klagt in diesem Zusammenhang über Veränderungen der Hautform sowie von Veränderungen der Schleimhäute. Häufig handelt es sich bei der Arzneimittelallergie um spontan auftretende Veränderungen des Gesundheitszustandes nach der Einnahme.

Ursachen von Arzneimittelallergie

Die Ursache für eine Arzneimittelallergie ist unterschiedlich und vielfältig. Im Regelfall kann jedes Arzneimittel eine Allergie auslösen. Sogar harmlos eingestufte Mittel sind durchaus für Allergieschübe verantwortlich. Selbst Vitamine, welche in den Arzneimitteln enthalten sind, könnten theoretisch eine Arzneimittelallergie auslösen.

Jedoch gibt es Arzneien, die typisch für Allergieauslöser sind. Vor allem Antiepileptika, Analgetika sowie auch Antibiotika begünstigen eine Arzneimittelallergie. Klassische Auslöser sind unter anderem auch Goldpräparate in den Arzneien. Auch neue Arzneimittel wie Sorafenib sind bekannte Auslöser für Arzneimittelallergien. Die Anwendung der Goldpräparate ist in der heutigen Zeit eher selten - dennoch kann eine Anwendung mit dem Präparat für eine Begünstigung der Arzneimittelallergie sorgen.

Symptome und Verlauf einer Arzneimittelallergie

Typische Symptome von Arzneimittelallergie:

Die Symptome bei der Arzneimittelallergie sind unterschiedlich. Im Regelfall treten Beschwerden bei der Einnahme erst nach sieben oder zwölf Tagen auf. Vor allem die intensive und langandauernde Einnahme des Arzneimittels begünstigt die Allergie und dessen Symptome. Leidet der Patient unter einer starken Arzneimittelallergie, treten die Symptome bereits nach 48 Stunden auf.

Der Patient klagt über unterschiedliche Symptome. Im Regelfall berichtet der Patient von einer scharlachähnlichen Rötung auf der Haut. Aus diesem Grund muss der Arzt bei der Feststellung grundsätzlich diverse Infektionen und Krankheiten ausschließen. Die Rötung erinnert nicht immer an Scharlach - oftmals bringt der Patient die Hautveränderung auch mit Masern in Verbindung. Patienten berichten auch von Papeln. Auch großflächige Hautirritationen sind bei einer Arzneimittelallergie möglich.

Die Beschwerden an der Haut treten immer an denselben Stellen auf. Oftmals klagen Patienten auch über Juckreiz oder ein Brennen. Nach dem Abheilen der Hautirritationen bleibt oftmals eine gräuliche Pigmentierung zurück. Weitere Symptome bei einer Arzneimitteallergie sind nicht bekannt bzw. können individuell sehr wohl auch Fieber, Übelkeit, Durchfall oder auch Erbrechen auftreten.

Diagnose von Arzneimittelallergie

Das Problem der Diagnose der Arzneimittelallergie ist, dass viele Patienten zur gleichen Zeit mehrere Tabletten eingenommen haben. Das bedeutet, dass der Arzt nicht weiß, auf welches Medikament schlussendlich allergisch reagiert wird. Auch steht der Arzt vor dem Problem, dass er die Diagnose erstmals auf Grund der Erkältung falsch stellt.

Viele Personen leiden über Jahre hinweg an Arzneimittelallergien und wissen das nicht, da der Arzt immer wieder die falsche Diagnose stellt. In erster Linie verordnet der Arzt einen Hauttest. Hier kann mit Hilfe von Blutuntersuchungen und auch der Auswertung des Hauttests festgestellt werden, ob eine eventuelle Allergie vorliegt. Die Patienten müssen auch immer wieder die Tabletteneinnahme - bei einem Verdacht von einer Arzneimittelallergie - dokumentieren. Nur so kann der Arzt eine Arzneimittelallergie feststellen und gegebenenfalls auch bestimmen, gegen welches Arzneimittel eine Allergie besteht.

Auch die bekannte Anamnese wie das Gespräch mit dem Patienten ist hilfreich um festzustellen, ob es sich um eine Allergie handelt oder nicht. Viele Patienten schätzen jedoch ihren Körper falsch ein und begeben sich nur auf Grund der Erkältung zum Arzt - auch sie sind der Ansicht, dass die Symptome auf Grund der Erkältung auftraten.

Behandlung von Arzneimittelallergie

Die Behandlung einer Arzneimittelallergie ist unterschiedlich. Natürlich muss der Patient sofort das in Verdacht geratene Medikament absetzen. So kann der Arzt unter anderem bestimmen, ob die Allergie tatsächlich von dem Präparat kam oder nicht.

Andere Möglichkeiten sind die Behandlungen der Beschwerden. Viele Personen erleiden einen anaphylaktischen Schock bei der Einnahme der Arzneimittel. Andere hingegen haben nur wenige Reaktionen und benötigen keine Therapie. Die Behandlung bezieht sich eher auf die Tatsache, dass der Patient vom Medikament Abstand nimmt. Natürlich bedeutet das, dass er hier eine Alternative finden muss. Viele Personen mit einer Arzneimittelallergie haben das Problem, dass sie keine Alternative haben und somit auf das Präparat gänzlich verzichten müssen. Der Allergieschock gilt als größte Komplikation bei einer Arzneimittelallergie.

Weitere Behandlungen belaufen sich zur Bekämpfung der Symptome - juckenden Ausschlag behandelt der Arzt mit einer Salbe, Übelkeit mit Tropfen oder auch Durchfall mit einer Diät. Durch das Austesten der Allergie wird nur selten ein Medikament gegen ein Symptom verordnet.

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Vorbeugung von Arzneimittelallergie

Eine Arzneimittelallergie kann im Regelfall nicht verhindert werden. Oftmals tritt die Allergie oder Unverträglichkeit dann auf, wenn bestimmte Arzneimittel zu lange konsumiert werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn Medikamente nur dann vom Patienten konsumiert werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Vor allem neigen viele Patienten dazu, dass sie zu viele Schmerzmittel einnehmen. Auch dieser Konsum muss drastisch eingeschränkt werden.

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