Arthrose beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
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Eine Arthrose beim Hund ist ein Gelenkverschleiß, bei dem es zu einer Schädigung des Gelenkknorpels und schließlich zu einer Versteifung des Gelenks kommt. Eine Arthrose nimmt einen langsamen Verlauf und kann bei jedem Gelenk auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Arthrose beim Hund?

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Eine Arthrose ist eine beim Hund häufig auftretende, chronische und in vielen Fällen altersbedingte Erkrankung der Gelenke, bei der sich der Gelenkknorpel verändert. Im Gegensatz zur Arthritis, einer akuten Gelenkentzündung, ist Arthrose nicht entzündlich. Die Usachen dieser Erkrankung sind nicht völlig geklärt.

Bei älteren Hunden äußert sie sich in Lahmheit und Steifheit, Treppensteigen sowie Schwierigkeiten beim Aufstehen. Eine Arthrose verursacht beim Hund vor allem am Anfang eines Bewegungsablaufes Schmerzen. Die Beschwerden können sich bei feuchtem Wetter verschlimmern. Von Arthrose betroffen sind nicht nur ältere Hunde, sondern sie kann auch bei jungen Tieren z.B. durch Verletzungen oder Übergewicht entstehen.

Ursachen

Neben der Altersarthrose kann eine Arthrose z.B. in Folge einer nicht richtig behandelten Verletzung wie einem Bruch oder Kreuzbandriss auftreten. Übergewichtige Hunde sowie Tiere mit Gelenkfehlstellungen wie einer Hüftgelenk-Dysplasie können ebenfalls eine Arthrose entwickeln.

Faktoren wie Überbeanspruchung der Gelenke oder falsche Bewegungsmuster, Mangel an bestimmten Nährstoffen im Futter sowie eine erbliche Vorbelastung können bei jüngeren Hunden die Gelenke verschleißen und damit versteifen.

Bei einer Arthrose wird das Gewebe des Gelenkknorpels immer mehr zerstört. Gleichzeitig bildet der Körper Knochenwucherungen (Osteophyten) an den Gelenkflächen, um den Gelenkverschleiß auszugleichen. Diese Wucherungen jedoch können Nerven einklemmen, was zu Schmerzen und Kräfteverlust in dem betreffenden Gelenk führt.

Die Schädigung kann sich in der Folgezeit auf weitere Gelenkteile beim Hund ausdehen, also auf Bänder, Kapsel und Knochen. Schließlich verformt sich das Gelenk, wird in seiner Funktion eingeschränkt und verliert gänzlich seine Funktionsfähigkeit.

Symptome und Verlauf

Eine Arthrose kann an allen Gelenken auftreten. Die häufigsten Stellen sind die Wirbelsäule, die Hüfte und das Kniegelenk. Im Anfangsstadium ist meist festzustellen, dass der Hund lahmt oder humpelt. Das Hinken kann während eines Spazierganges verschwinden.

Der Hund hat bei fortgeschrittener Arthrose ständig Schmerzen, auch im Liegen. Er hat große Probleme, aufzustehen, ins Auto zu springen und auf glattem Untergrund nicht auszurutschen. Er geht weniger gern spazieren oder legt sich plötzlich bei einem Spaziergang hin, hinkt und schont das von Arthrose betroffene Bein.

Die Beschwerden verschlimmern sich bei kaltem und nassem Wetter oder nach einer längeren Bewegungspause. Das von der Arthrose betroffene Gelenk ist oft geschwollen und nur begrenzt beweglich. Arthrose ist nicht zu heilen, denn der Gelenkknorpel wächst nicht nach.

Diagnose

Eine Arthrose wird bei einer tierärztlichen Untersuchung festgestellt. Hierbei wird der Hund abgetastet, und gegebenfalls werden die betroffenen Gelenke geröngt. Auf dem Röntgenbild werden erste Anzeichen und geringgradige Veränderungen wie Zellverluste und kleinste Knorpelrisse oder auch fortgeschrittene arthrotische Veränderungen wie tiefere Knorpelrisse und Wulste an den Knorpelrändern deutlich. In der Spätphase einer Arthrose sind breite Risse und kaum noch Knorpel zu erkennen.

Wann zum Tierarzt?

Der Tierarzt sollte unbedingt konsultiert werden, wenn der Hund über einige Zeit humpelt oder Lahmheit und Steifigkeit zeigt. Je früher eine Arthrose beim Hund behandelt wird, desto größer die Chancen, eine Verschlimmerung zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Liegen bereits arthrotische Veränderungen vor, sind sie kaum rückgängig zu machen. Außerdem muss unbedingt an eine Therapie der begleitenden Schmerzen gedacht werden.

Behandlung und Therapie

Eine Arthrose beim Hund kann auf mehreren Ebenen behandelt werden. Durch einen chirurgischen Eingriff können Ursachen wie Brüche behandelt oder Fehlstellungen korrigiert werden. Mit Maßnahmen der Krankengymnastik, z.B. kontrollierten Bewegungen wie Beugen und Strecken des Gelenks, lassen sich eine Hüftgelenksdysplasie und Steifheit therapieren.

Übergewichtige Hunde müssen auf Diät gesetzt werden, um abzunehmen. Treppensteigen sollte vermieden werden, ebenso zu lange Spaziergänge. Besser ist es, den Hund mehrmals am Tag kürzer auszuführen.

Schwimmen ist eine ausgezeichnete Physiotherapie bei Arthrose, weil es die Muskeln trainiert und gleichzeitig die Gelenke entlastet. Für eine längere Behandlung verschreibt der Tierarzt meist entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel, auf die allerdings überempfindliche Hunde mit Magen-Darm-Beschwerden reagieren können.

Für eine kurzfristige Behandlung ist Kortison sinnvoll auf Grund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften. Weiterhin haben sich Mittel wie Hyaluronsäure und Glucosaminsulfate als erfolgreich erwiesen, die den Knorpel verbessern. Angewandt werden auch homöopathische Mittel wie Traumeel sowie Goldimplantate, die zwar sehr teuer, aber offenbar bei Hüftgelenksarthrose recht erfolgversprechend sind.

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Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Ein übergewichtiger Hund muss unbedingt abnehmen, und generell gilt, dass Hunde eher ein wenig zu schlank gehalten werden sollten, um gesund zu bleiben. Übergewicht belastet und verschleißt die Gelenke. Ein warmer und trockener Liegeplatz ist außerdem wichtig, damit der Hund bequem ruhen kann.

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