Aprikose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Oktober 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Aprikose

Eine Haut wie eine Aprikose - das wünschen sich viele Frauen. Diese kleine, samtige gelbe Frucht ist nicht nur ausgesprochen wohlschmeckend und süß, sie ist auch so gesund wie keine andere Frucht. In China ist sie nicht umsonst bekannt als Symbol für ein junges Mädchen und im alten Persien, dem heutigen Iran, wurde sie als „Samen der Sonne“ von den Dichtern besungen. Das Fruchtfleisch der Aprikose ist mehlig weich und leicht zu verzehren. Auch getrocknet ist sie das ganze Jahr über ein gesunder Snack.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Aprikosen wissen

Die Inhaltsstoffe der süßen Aprikose sind gut für Augen, Haut und Immunsystem.

Aprikosen reifen von Juni bis August bei viel Sonne und Wärme. Rund um das Mittelmeer beginnt die Aprikosensaison im Mai, bei uns werden sie ab Juli geerntet und bis in den Spätherbst hinein zum Kauf angeboten.

Saftige, voll reife Früchte schmecken am besten, wenn die Steinfrucht eine glatte und straffe Haut hat, süßlich und zart duftet, ist ein Gaumengenuss garantiert. Sollte sie noch etwas grünlich und hart sein, lässt man besser die Finger davon, denn unreife Aprikosen reifen nicht mehr nach.

Importprodukte aus Marroko und Spanien sind bei uns auch schon im Mai auf den Märkten zu finden. In der Hauptsaison ab Juni, kommen dann die Importe aus Italien, Frankreich, der Türkei und Griechenland dazu. In der Aprikosen Hochsaison ab Juli sind dann auch die deutschen Aprikosensorten auf den Märkten zu kaufen.

Je nach Sorte unterscheiden sich die Aprikosen in ihrer Form, Farbe und Größe. In ihrer Form variieren sie von rund über eiförmig bis oval, in kleinerer oder größerer Form. Die Färbungen gehen von hellgelb ins tief orange mit feinen roten Sprenkeln einher.

Die Frühsorte „Bulida“ aus Spanien ist zum Beispiel eine ziemlich große helle Sorte, während die „Tyrinthos“ aus Griechenland an ihren roten Sprenkeln zu erkennen ist. Ebenfalls aus Griechenland kommt die bekannte „Bebekou“ mit ihrem gelb-orangenem und sehr süßen Fruchtfleisch. Zu den mittelspäten Sorten zählt die ebenfalls bekannte „Bergeron“ aus Frankreich, die wenig Fruchtsaft, aber einen vollen und aromatischen Geschmack aufweist.

Bekannt war die Aprikose schon in der Antike in China, Armenien und Indien. Ursprünglich soll sie aber aus dem Norden Chinas stammen. Aprikosen sind Rosengewächse und lieben die Hitze, sommertrockene und sandige Böden. Sie werden deshalb meist im Mittelmeerraum angebaut, wobei heute das Hauptanbaugebiet die Türkei ist.

Bedeutung für die Gesundheit

Die kleinen geschmackvollen, sonnengereiften Früchte haben viele wertvolle Inhaltsstoffe aufzuweisen. Die Aprikosensaison ist somit auch eine Gesundheitssaison, die genutzt werden sollte. Mit ihrem geringen Säureanteil und ihrem hohen Ballaststoffanteil ist sie sehr bekömmlich und verdauungsfördernd.

Für die Sehkraft sorgt viel Provitamin A, außerdem enthalten sie noch große Mengen an den Mineralstoffen Calcium, Phosphor, Kalium und Eisen, sowie die Vitamine B1, B2 und Vitamin C. Diese Inhalte sorgen für den berühmten rosigen Teint, der Wuchs von Haaren und Nägeln wird positiv beeinflusst, der Kreislauf wird angekurbelt und das Immunsystem wird gestärkt. Außerdem findet sich noch Salicylsäure unter den Inhaltssoffen, die mit ihrer antibakteriellen Wirkung Keime im Magen-Darm-Trakt abtötet.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 249 kcal/ 1044 kj
Eiweiß 5,32 g
Kohlenhydrate 50,46 g
Fett 0,59 g
Wasser 20 g
Ballaststoffe 11,23 g
Beta-Carotin 9518 µg
Vitamin E 2659 µg

Unverträglichkeiten

Als Nahrungsmittel Allergen kommen auch Aprikosen in Frage, allerdings treten die systemischen Reaktionen sehr schwach auf, da die allergenen Inhaltsstoffe in niedrigsten Mengen in Aprikosen enthalten sind.

Bei einer Fructoseintoleranz gelten Aprikosen zum Beispiel als gut verträglich, weil sie wenig Fruchtzucker enthalten und ein günstiges Verhältnis zu ihrem hohen Glucosegehalt vorliegt, was die Fruktoseaufnahme im Darm erleichtert.

Auch bei einer Histaminintoleranz kann die Aprikose gegessen werden, denn sie gehört zu den histaminarmen Früchten. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Aprikosen etwa unsachgemäß gelagert wurde. Der Histamingehalt steigt erheblich durch Gärung oder Fermentation bei falscher Lagerung.

Ein weiterer Auslöser für eine Unverträglichkeit kann der Inhaltstoff Salicylat sein, der normalerweise eine antibakterielle Wirkung aufweist.

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Einkaufs- und Küchentipps

Beim Einkauf und der Lagerung von Aprikosen müssen einige wichtige Dinge beachtet werden, da sie eine sehr zarte und empfindliche Frucht ist. Ihre Oberfläche sollte bei einem leichten Druck etwas nachgeben, schön weich und glatt sein und ein fruchtiges und intensives Aroma verströmen. Diese wichtigen Kriterien lassen eine reife Aprikosenfrucht erkennen und nur diese sollten gekauft werden.

Da die Aprikose schnell an Frische verliert, sollte nur der Tagesbedarf eingekauft werden und dieser möglichst auch am gleichen Tag aufgegessen werden. Zur Not können sie auch in eine Papiertüte gewickelt ein bis zwei Tage im Gemüsefach lagern.

Zubereitungstipps

Die Aprikose eignet sich vorzüglich zum Kochen, Backen und Dünsten oder in Salaten. Die getrockneten Früchte werden gerne in Eintöpfen und Suppen oder deftigen Schmorgerichten verwendet. Getrocknet einige Stunden in Weißwein eingelegt, bekommen sie ein herrlich mildes Aroma.

Die wertvollen Inhalte machen sie zu einer leicht bekömmlichen Babynahrung. Vorher eingelegte Früchte mit Honig vermengt und püriert ist für jedes Baby eine gesunde Mahlzeit.

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