Antifaltencreme

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. Mai 2016
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Antifaltencreme ist eine kosmetische Creme zur Reduktion von Hautfalten und Vorbeugung neuer Faltenbildung. Sie zählt zu den Anti-Aging-Anwendungen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Antifaltencreme?

Die natürliche Hautalterung geht mit Faltenbildung einher. Sichtbar und als unangenehm empfunden wird diese vor allem im Gesicht. Besonders betroffen sind Stirn und Augen, später zeigen sich Falten auch an den Wangen und am Hals. Grundsätzlich lässt sich die natürliche Hautalterung nicht aufhalten, sie lässt sich jedoch durchaus günstig beeinflussen und in Teilen rückgängig machen. Während Letzteres das Betätigungsfeld der plastischen Chirurgie ist, kann eine Antifaltencreme zu Hause angewendet werden und kann durch wirksame Bestandteile die Fältchenbildung verlangsamt ablaufen lassen oder sporadisch zu einem optisch schöneren Hautbild führen.

Bereits jungen Frauen wird deswegen zu einer straffenden Creme geraten, die die Haut noch in optisch einwandfreiem Zustand bekommt - ob das Fältchen später tatsächlich reduziert, ist umstritten. Antifaltencreme dagegen kann mithilfe von Bestandteilen wie Hyaluronsäure entstandene Fältchen auffüllen und sie optisch weniger in Erscheinung treten lassen. Die Antifaltencreme ist daher das häufigste sanfte Mittel, zu dem besonders Frauen im mittleren Alter greifen, bevor sie über die plastische Chirurgie nachdenken. Antifaltencremes werden sowohl für die Anwendung zu Hause als auch mit erhöhter Wirkstoffkonzentration zur Anwendung durch ausgebildete Kosmetiker hergestellt.

Wirkung und medizinische Anwendung

Die Antifaltencreme ist kein medizinisches, sondern maximal ein professionelles Kosmetikerprodukt. Die meisten Antifaltencremes stammen allerdings aus einer Drogerie und enthalten mehr oder weniger wirksame Bestandteile. Hyaluronsäure ist einer der beliebtesten Bestandteile moderner Antifaltencremes, da über sie bekannt ist, dass sie in Cremeform unter die Haut einziehen und Fältchen von unten nach oben auffüllen kann. Das Fältchen wird dadurch weniger sichtbar. Ebenfalls sehr beliebt ist Kakaobutter als Bestandteil der Antifaltencreme, da diese sich vor allem für Fältchen um die Augen und den Mund als hilfreich erwiesen hat.

Weitere Antifaltencremes sollen die Haut straffen und sie dadurch weniger faltig aussehen lassen, sie ähneln in der Wirkungsweise den Anti-Aging-Cremes für junge Frauen ohne bereits sichtbare Fältchen. Das Coenzym Q10 hat sich als Anti-Aging-Enzym in letzter Zeit in die Antifaltencremes geschlichen und sollen den im Alter auftretenden Mangel an Coenzym Q10 vorbeugen. Dadurch verhindern sie die Wirkung freier Radikale auf die Haut. Die Effekte derartiger Antifaltencreme sind allerdings alle nicht von Dauer, auch wenn einige Cremes eine sichtbare Reduktion der Fältchen für kurze Zeit unter dauerhafter Anwendung erreichen können.

Formen und Gruppen

Antifaltencremes unterscheiden sich nach Zeitpunkt der Anwendung, Eignung für den Lebensabschnitt und Inhaltsstoff. Grundsätzlich gibt es Tages- und Nachtcremes, die jeweils unterschiedlich zusammengesetzt sind und etwas andere Eigenschaften haben. Eine Tagescreme kann etwa zur Grundierung für Make-Up verwendet werden, Nachtcremes sind oft reichhaltiger. Antifaltencremes für jüngere Anwender sind leichter dosiert und setzen meist eher darauf, die Haut zu straffen. Ein Produkt für Frauen und Männer im mittleren Alter enthalten mehr Hyaluronsäure, Coenzym Q10 oder andere Bestandteile, die sich auf bestehende Fältchen auswirken sollen. Hinsichtlich der enthaltenen Wirkstoffe und ihrer Dosierung gibt es von Produkt zu Produkt große Unterschiede.

Dosierung

Eine Antifaltencreme wird einmal pro Tag in einer dünnen Schicht auf die Gesichtshaut und aufs Dekolleté aufgetragen. Tagescreme wird morgens nach der Wäsche des Gesichts aufgetragen, eine Nachtcreme nach dem Abschminken vor dem Zubettgehen. Die meisten Antifaltencremes erfordern nur eine dünne Auftragung, wodurch sie eine Weile halten - Produkte, die dicker aufgetragen werden müssen, werden das vermerken.

Öfter sollte das Produkt nicht aufgetragen werden, da die Haut ansonsten zu viel Pflegestoffe bekommen und Unreinheiten entwickeln kann. Eine Antifaltencreme fürs Gesicht darf zudem nur dort und maximal auf den Hals aufgetragen werden. Für andere Stellen des Körpers eignen sich Bodylotions oder andere passende Produkte besser, da die Zusammensetzung ihrer Wirkstoffe besser auf diese Körperstellen angepasst ist.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Einige Bestandteile der Antifaltencreme lassen sich ohne tierische Materialien herstellen. Hyaluronsäure beispielsweise wird für gewöhnlich aus Hahnenkamm gewonnen, eine neuere Alternative wird aus Bakterien hergestellt. Somit können auch vegetarische und vegane Antifaltencremes wirksam sein. Weitere rein natürliche Alternativen werden etwa aus Granatapfelextrakt hergestellt, Nachweise für ihre Wirksamkeit als Antifaltencreme für die Haut gibt es jedoch nicht bei jedem pflanzlichen Wirkstoff. Alternativ zur Antifaltencreme lassen sich Wirkstoffe auch als Kapsel zur Nahrungsergänzung einnehmen, wodurch sie von innen wirken sollen. Abschließend kann natürlich auch die plastische Chirurgie mit einer Reihe von Behandlungsmöglichkeiten von Falten aufwarten, darunter Hautstraffung, Botox und Hyaluron-Unterspritzung.



Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

In seltenen Fällen wird eine Antifaltencreme nicht vertragen und die Haut reagiert mit Rötungen, Ausschlag und einem juckenden, spannenden Gefühl. Denkbar wäre eine Hyaluron-Unverträglichkeit, die häufiger mit der Variante aus Hahnenkamm auftritt - Patienten vertragen die synthetische Hyaluronsäure oft ohne Probleme.

Bei manchen natürlichen Inhaltsstoffen einer Antifaltencreme wie Granatapfelextrakt können Wechselwirkungen mit einer Chemotherapie entstehen, dies ist mit dem behandelnden Arzt abzuklären. Weitere Wechsel- oder Nebenwirkungen sind bei handelsüblichen Antifaltencremes nicht bekannt, bei professionellen Kosmetiker-Produkten kann das anders aussehen. Das Institut, von dem sie gekauft wurden, kann begrenzt hierüber aufklären, besser ist im Zweifelsfall eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

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