Anabolika

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. Februar 2015
Gesundpedia.deNahrungsergänzung Anabolika

Die umgangssprachliche Bezeichnung Anabolika wird von vielen Menschen im Zusammenhang mit Sport, Fitness und Körperkult insbesondere in Bezug auf den Aufbau der Muskelmasse verwendet. Anabolika beinhalten jedoch auch medizinisch relevante Substanzen. Anabolika werden künstlich gewonnen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Anabolika?

Anabolika gehören biochemisch und in Hinblick auf die pharmazeutische Verwendung zu den Hormonpräparaten (steroidale Wirkstoffe). Die Basis für Anabolika stellen die dem männlichen, geschlechtsspezifischen Hormon Testosteron nachempfundenen Stoffe dar. Diese können auf Grund ihrer biochemischen Wirkung die Proteinbiosynthese (Eiweißaufbau) begünstigen, den Abbau der körpereigenen Eiweißreserven hemmen und die Fettverbrennung ankurbeln. In Zusammenhang mit intensivem körperlichen Training führt dies zu einer Zunahme von Körper- bzw. Muskelmasse.

Verwendung in der Medizin

Anabolika besitzen einen körperstärkenden Effekt und werden sowohl vorbeugend als auch therapiebegleitend bei Krankheiten genutzt, welche zu einem starken Verlust an Muskelmasse und Appetit bei den Patienten und damit zu einer immensen körperlichen Schwächung führen.

Moderne und teilweise recht zweifelhafte Anabolika haben im Laufe der Zeit und auf Grund ihres Einsatzes als Muskelmasse steigernde Substanzen in der Medizin einen bedeutenden Stellenwert erlangt.

Die Indikation von Anabolika betrifft insbesondere solche Erkrankungen und Beeinträchtigungen, die mit einer starken Reduzierung von Muskelgewebe einher gehen. Dies können neben dauerhaften Hunger- und Unterernährungszuständen gleichsam verschiedene muskelzehrende Krebserkrankungen und Stoffwechselstörungen sein. In diesem Zusammenhang haben sich die Anabolika als aufbauende Substanzen bewährt und werden häufig therapiebegleitend verabreicht.

In therapeutischer Hinsicht wurden Anabolika zunächst vorwiegend zur Therapie einer Unterfunktion der Hoden genutzt. Im Rahmen einer sogenannten Muskeldysmorphie, einem Schwund an Muskelgewebe, welcher hauptsächlich die Skelettmuskulatur betrifft, sind Anabolika vielfach bei Magersucht und Bulimie indiziert. Eine besondere psychische Wirkung wird Anabolika ebenfalls zugesprochen, da Ermüdungen weniger auftreten und sowohl das Selbstbewusstsein als auch der Appetit positiv beeinflusst werden.

Anwendung im Sport (Muskelaufbau)

Anabolika werden bei intensiver sportlicher Betätigung als Zusatznahrung aufgenommen, um einen leistungssteigernden, vorzeitiger Ermüdung vorbeugenden und leicht euphorischen Effekt zu erzielen. Um die entsprechenden Dosierungen zu erreichen, können hochwertige Anabolika sowohl als Tabletten in abweichenden Dosierungen als auch in Form von Injektionslösungen dem Organismus zugeführt werden.

Im Sport wird ein Aufbau von Muskelmasse durch Anabolika erzielt und gleichzeitig das körpereigene Fettgewebe reduziert, weil diese Präparate eine sogenannte vermännlichende Wirkung erzeugen. Außerdem erhöhen Anabolika die Sauerstoffanreicherung im Blut.

Eine andere orale Aufnahme von Anabolika ist möglich, wenn diese als Nahrungsergänzungsmittel als Kapseln oder in der Variante der Pro Hormone, als Testosterone sowie als sogenannte Wachstums Booster gewählt werden. Eine andere Nahrungsergänzung stellen die Supplements dar, bei denen es sich um pulverartige Substanzen handelt, die in Flüssigkeiten eingerührt werden können.

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Risiken und Nebenwirkungen

Anabolika sind durch eine ganze Reihe von Nebenwirkungen und Risiken gekennzeichnet. Aus diesem Grund muss eine verantwortungsvolle Einnahme durchgeführt werden. Als Risiken werden bei dauerhafter Aufnahme und Überdosierungen Schäden am Herz-Kreislauf-System sowie an der Leber als typisch erachtet.

Darüber hinaus führen Anabolika zu Hypertonie und einer Vergrößerung der Prostata, zu Akne und einer sogenannten weiblichen Brustanlage, der Gynäkomastie.

Menschen, die über lange Zeit Anabolika eingenommen haben, leiden u.a. an:

  • Haarsausfall oder gesteigertem Haarwuchs,
  • einer Verkleinerung der Hoden (Männer),
  • Unfruchtbarkeit und sexuellem Unvermögen sowie
  • Störungen und Abweichungen im psychischen Verhalten.

Die Betroffenen besitzen ein gesteigertes Selbstwertgefühl und neigen teilweise zu aggressivem Auftreten. Frauen, die kontinuierlich Anabolika einnehmen, bemerken oft eine Vertiefung der Stimmlage, eine Vermännlichung der Gesichtszüge und des Körpers allgemein sowie einen Bartwuchs.

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