Amphetamin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. November 2014
Gesundpedia.deNahrungsergänzung Amphetamin

Amphetamin ist ein Stoff aus der Gruppe der Weckamine und ist chemisch gesehen dem Adrenalin sehr ähnlich. Sie wirken anregend, beseitigen die Müdigkeit und können kurzfristig die Leistung steigern.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Amphetamine?

Amphetamine sind synthetisch hergestellte Stoffe (Stimulanzien). Durch ihre stimulierende Wirkung auf das Zentralnervensystem kommt es zu einem positiven Zusammenspiel mit der Skelettmuskulatur und die koordinativen Bewegungsabläufe können somit verbessert werden.

Schon eine kleine Dosis dieser chemischen Substanz genügt, um eine Ermüdung vorzubeugen. Auch ist ihre Wirkung bei einer erschöpften Person um das Vielfache stärker, als bei einem ausgeruhten Menschen.

Die durch Ermüdung reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit wird durch die Einnahme von Amphetamin für einen bestimmten Zeitrahmen wieder angehoben.

Amphetamine in der Medizin

Amphetamine wurden früher zur Behandlung einer geschwollenen Nasenschleimhaut und zur Erweiterung der Bronchien eingesetzt. Aufgrund eines hohen Missbrauchsrisikos wurden dann verschreibungsfreie Nasensprays vom Markt genommen. Außerdem kam es bei Depressionen und Schlankheitskuren zur Anwendung. Immer wieder werden im Internet Schlankheitskapseln angeboten, die Amphetamine enthalten.

Heute findet Amphetamin eigentlich nur noch medizinische Anwendung in der Behandlung von hyperaktiven Kindern (ADHS), die an Konzentrationsschwäche leiden und bei einem akuten Müdigkeits- bzw. Schlafzwang.

In den meisten Ländern Europas ist der Besitz von Amphetaminen ohne offizielle Genehmigung (z.B. ärztliches Rezept)nicht gestattet. Was allerdings nicht heißen soll, dass in anderen Ländern die gleichen Auflagen bestehen. In vielen Staaten ist der Konsum von Amphetaminen ohne fachärztliche Überwachung enorm groß. Vor allem bei Schichtarbeitern (Nachtarbeit) oder Menschen in Extrem-Berufen ist die die Einnahme von Amphetaminen nicht ungewöhnlich. Sie sollen der Erschöpfung, dem Konzentrationsverlust und der Müdigkeit entgegenwirken.

Amphetamine im Sport

Beim Sport werden Amphetamine eingenommen, um die Belastungsgrenze zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit insgesamt zu steigern. So kann z.B. die Koordination in spiel- und konzentrationsbetonten Sportarten durch das Hinauszögern des Müdigkeitsempfindens verbessert werden. Amphetamine werden auch von Kraft- und Ausdauersportlern eingenommen, um mit gesteigertem Durchhaltewillen, länger trainieren zu können und so das maximale Leistungslimit auszuschöpfen.

Trotzdem findet man sie als Nahrungsergänzungsmittel oder als Abmagerungspillen im Internet. Sie sind besonders beliebt bei Bodybuildern, zur Fettreduzierung und bei Leistungssportlern, zur Steigerung der Ausdauerfähigkeit. Oftmals wird zu solchen verbotenen Mitteln gegriffen, um möglichst schnell zu dem gewünschten Ziel (z.B. Muskelaufbau, Abnehmen) zu gelangen.

Im offiziellen Leistungssport ist die illegale Einnahme bewusstes Dopen und kann bestraft werden. Sämtliche Amphetamine wurden vom Internationalen Olympischen Komitee verboten und zählen zu den verbotenen Substanzen.

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Risiken und Nebenwirkungen

Die Einnahme von Amphetamin ist mit vielen Nebenwirkungen verbunden. Vor allem das Herz-Kreislauf-System kann darunter leiden (Herzrasen, Bluthochdruck).

Auch Schweißausbrüche, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit und Wesensveränderung können die Folge sein.

Ein Sportler, der mit Amphetamin dopt, verringert sein Schmerzempfinden. Dadurch kann es zu einer Überbeanspruchung von Bändern, Sehnen und Knochen kommen und schwere Verletzungen nach sich ziehen.

Amphetamine haben einen hohen Gewöhnungseffekt und der Konsument braucht eine immer höhere Dosis, um die Wirkung beizubehalten. Dies führt zu einer Art Teufelskreis und zu einem gesundheitsbedrohlichen Abhängigkeitsverhältnis zu der Amphetamin Droge.

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