Amaranth (Amaranthus)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. März 2016
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Amaranth ist eine der weltweit ältesten Kulturpflanzen. Die Pflanze gehört zur Gruppe der Pseudogetreide und liefert viele gut verwertbare Nähr- und Vitalstoffe.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Amaranth wissen

Amaranth ist auch als das Wunderkorn der Inkas bekannt. In den Abteilungen der Lebensmittelmärkte ist es meist in den Regalen mit den Getreideprodukten zu finden. Doch eigentlich ist Amaranth kein Getreide, es wird aber trotzdem wie Getreide verwendet.

Das Pseudogetreide Amaranth liefert wertvolle Nähr- und Vitalstoffe.

Amaranth (Amaranthus) ist eine Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die Pflanzengattung Amaranthus umfasst siebzig verschiedene Arten. Sie kommen weltweit vor, bevorzugen aber wärmere Standorte. Die meisten Amaranth-Arten finden sich in Nordamerika, aber auch in Europa ist der Amaranth mittlerweile heimisch.

Amaranth-Pflanzen sind in der Regel einjährig. Sie wachsen krautig und haben verzweigte Stängel. An den Stängeln sitzen wechselständig Laubblätter. Die eingeschlechtlichen Blüten sind sehr vielblütig. Genutzt werden die feinkörnigen Samen der Pflanze. Sie erinnern in ihrer Form und Konsistenz an Hirse. Schon die Azteken nutzten Amaranth. Sie nannten die kleinen Samen huautli. In der Andenregion ist der Amaranth als Kiwicha bekannt.

Bedeutung für die Gesundheit

Der sogenannte Inka-Weizen ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Die Proteine des Amaranths sind dabei von sehr hoher Qualität. Amaranth besitzt eine biologische Wertigkeit von 75. Die biologische Wertigkeit sagt aus, wie effizient ein Protein aus der Nahrung in ein Körperprotein umgewandelt werden kann. Damit besitzt Amaranth eine fast so hohe biologische Wertigkeit wie Kuhmilch.

Insbesondere für Veganer ist Amaranth somit eine wertvolle Proteinquelle. Doch die Körner enthalten nicht nur viel Eiweiß, sondern auch zahlreiche lebensnotwendige Mineralien und Spurenelemente. Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor sind ebenso enthalten wie unterschiedliche B-Vitamine und Vitamin E. Knochen, Muskeln und Nerven können deshalb vom Amaranth profitieren.

Zudem ist das Pseudogetreide reich an ungesättigten Fettsäuren. Dies wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems aus. Auch eine antientzündliche Wirkung wird den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren nachgesagt. Das enthaltene Lecithin spielt für die Fettverdauung und den Aufbau des Gehirns eine wichtige Rolle. Die vielen Ballaststoffe des Amaranths regen die Verdauung an und dienen den guten Darmbakterien als Nahrung.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Im Vergleich zu Getreide hat Amaranth einen sehr hohen Gehalt an Eiweiß. Auch der Mineralstoffgehalt liegt deutlich höher als bei traditionell angebauten Getreidesorten wie Weizen oder Roggen. Die Proteine bestehen zu einem Großteil aus essentiellen Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren sind für den Körper lebensnotwendig, können aber nicht selber hergestellt werden.

Zudem ist Amaranth reich an Calcium, Eisen, Zink und Magnesium. Der Großteil der Kohlenhydrate des Amaranths wird von Ballaststoffen gebildet. Amaranth ist cholesterinfrei und enthält außerdem viele ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. All diese Nähr- und Vitalstoffe liegen in einem optimalen Verhältnis für die menschliche Ernährung vor.

Unverträglichkeiten

Personen, die unter Nierensteinen leiden oder eine Veranlagung für Nierensteine haben, sollten Amaranth aber nur in Maßen verzehren. Das Pseudogetreide enthält viel Oxalsäure. Diese kann sich absetzen und zu Oxalatsteinen führen. Zudem enthalten die Amaranthsamen spezielle Gerbstoffe. Diese können die Resorption von Vitaminen, Eiweißen und Spurenelementen im Darm negativ beeinflussen.

Nahrungsmittelallergien auf Amaranthsamen werden nur sehr selten beobachtet. Amaranth ist glutenfrei und kann somit auch von Menschen mit einer Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit verzehrt werden.

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Einkaufs- und Küchentipps

Amaranth ist in vielen Bioläden, Super- und Drogeriemärkten erhältlich. Um Schadstoffbelastungen zu vermeiden, sollte der Amaranth wenn möglich aus kontrolliertem Anbau stammen. Die feinkörnigen und harten Samen sollten kühl, dunkel trocken gelagert werden. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht empfehlenswert. Eine Temperatur zwischen 12 und 16 ° Celsius ist optimal.

Um einem Befall mit Mehlmotten vorzubeugen, sollte das Produkt bestenfalls in gut verschlossenen Gläsern oder Dosen aufbewahrt werden. Amaranthmehl sollte möglichst zügig verbraucht werden. Da es reich an ungesättigten Fettsäuren ist, oxidiert es recht schnell.

Zubereitungstipps

Mit Amaranth lassen sich sowohl süße als auch deftige Speisen zubereiten. Die Körner können ganz gekocht werden. Die Kochzeit beträgt etwa 15 bis 30 Minuten. Die Konsistenz nach der Kochzeit ist leicht klebrig. Gekochter Amaranth eignet sich als Beilage zu Fleisch- oder Gemüsegerichten.

Gemahlener Amaranth kann auch zum Backen verwendet werden. Allerdings muss das Pseudogetreide mit Weizen, Roggen oder Dinkel gemischt werden. Optimal ist ein Verhältnis von 1:2. Da Amaranth kein Klebereiweiß (Gluten) an Bord hat, wären die Backergebnisse ohne zugefügtes glutenhaltiges Mehl nicht zufriedenstellend.

Im Müsli schmeckt gepoppter Amaranth besonders gut. Dazu einfach eine Pfanne mit geschlossenem Deckel erhitzen und die Körner auf den heißen Pfannenboden geben. Dann die Pfanne direkt vom Herd nehmen. Unter leichtem Rühren poppen die Körner nun auf.

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