Ackersenf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. März 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Ackersenf

Der Ackersenf, eine wildwachsende Senfpflanze, wird in der Küche verwendet und kommt auch in der traditionellen Kräutermedizin zum Einsatz. Aus dem Ackersenf wird die Bachblüte Mustard gewonnen. An Äckern, seinen bevorzugten Wuchsstellen, gilt die Pflanze jedoch als lästiges Unkraut.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Ackersenf wird sowohl in der Küche als auch in der Heilkräuter-Medizin eingesetzt.

Der Ackersenf gehört zu den Kreuzblütlern und ist eine einjährige Pflanze. In den Getreidefeldern richtet sie oftmals einen großen Schaden an. Daher ist sie bei den Bauern meist unbeliebt. Im Volksmund wird er auch als wilder Senf bezeichnet. Die krautige Pflanze kann 20 bis 60 Zentimeter groß werden, wobei die Wurzeln oftmals einen Meter tief sind. Die gelbe Blüte ist wie bei allen Kreuzblütlern vierblättrig.

Der Ackersenf kann durch die rauen und gelappten Haare leicht von ähnlichen, ebenso gelb blühenden Pflanzen unterschieden werden. Die Kelchblätter stehen waagrecht ab. Die Pflanze blüht von Mai bis Oktober und ist eigentlich in unseren Kreisen nicht heimisch. Durch den Handel der Samen wurde sie eingeschleppt. Mittlerweile wächst die Pflanze auf der ganzen Welt in den gemäßigten Breiten. Sie bevorzugt nährstoffreiche und basische Böden, auf denen sie in einer großen Zahl auftritt, insbesondere an Wegrändern, auf Äckern, Wiesen, in Brachen oder auf freien Feldern.

Die Samen keimen häufig jahrelang. Allerdings tun sie dies nur an der Oberfläche, zum Beispiel beim Umpflügen auf Äckern, wo sich die Pflanzen unter das Getreide mischen. Der große, kräftige Ackersenf kann 25.000 Samen erzeugen, die auch nach vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten noch wachsen können. Wer die Pflanze selber sammeln und verwenden möchte, erntet die reifen Schoten der Frucht und schüttelt die Senfkörner heraus, um sie anschließend in einer Dose zu lagern.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Der Ackersenf enthält Eiweiß, sehr viele Mineralien, Provitatmin, Senfölglykoside und Vitamin C. Die Pflanze erfreut sich daher in der Küche einer großen Beliebtheit. Hierbei werden die Samen entweder mit denen des Weißen Senfs zusammen gemischt oder die fein gehackten Blätter dienen als Gewürz. Die Blütenknospen der Krautpflanze können ebenso gegessen werden. Die krautigen Teile müssen längere Zeit gekocht werden, um sie anschließend beispielsweise als Gemüse zu verwenden.

Insbesondere die jungen Blätter des Ackersenfs können dazu genutzt werden, um daraus ein schmackhaftes Wildgemüse zuzubereiten oder Salate und Quarks zu verfeinern. Beachtet werden sollte, dass die Blätter scharf und daher nicht als der Hauptbestandteil eines Salats geeignet sind, sondern eher als eine würzige Beigabe. Aus den Samen können feine Sprossen gezogen werden, um sie frisch zu verzehren.

In der Kosmetik dient das Senföl als gute Basis für verschiedene Seifen. Ackersenf wird auch gern in der Naturheilkunde eingesetzt, denn er steht für Klarheit und eine Findung des Sinns. Er setzt positive und energievolle Impulse. Als Bachblüte Mustard ist er in der richtigen Dosierung bei Depressionen, einer Antriebslosigkeit, Schwermut oder chronischen Müdigkeit hilfreich. Die Bachblütenessenz kann beispielsweise als Tee oder Badezusatz verwendet werden.

Bei einer längeren Anwendung trägt der Ackersenf zur Erhöhung des Wohlbefindens und der Steigerung der Lebensfreude bei. Da es einige Wochen dauert, bis der Effekt eintritt, ist etwas Geduld gefragt. Weitere positive Wirkungen hat der Ackersenf im Gartenbau: Dank des Schwefelgehalts können im Boden schädliche Bakterien und Pilze abgetötet werden. Zudem lockert Ackersenf selbst schwere Böden auf. Hierfür ist es nicht erforderlich, ihn unterzupflügen, sondern es genügt, ihn einfach wachsen zu lassen.

Wogegen hilft Ackersenf?

Bedeutung für die Gesundheit

Da der Ackersenf im Vergleich zum gewöhnlichen Senf milder ist, eignet er sich zur Durchblutung einer etwas empfindlicheren Haut besser. Die Samen werden hierfür zum Brei gestampft, um diesen maximal eine halbe Stunde aufzulegen. Um eine Hautreizung zu vermeiden, ist es ratsam, vor dem Auflegen der Masse eine fetthaltige Creme aufzutragen. Die durchblutungsfördernden Eigenschaften des Öls macht sich auch die ayurvedische Heilkunde gern zu Nutze, beispielsweise zur Hautpflege und bei Massagen.

Die Auflagen können zudem bei Halsschmerzen, einer Bronchitis, Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden angewendet werden. Innerlich wirkt der Ackersenf bei Verdauungsbeschwerden und der Anregung des Stoffwechsels. Daher kann er auch bei einer Appetitlosigkeit Besserung bringen. Der Ackersenf ist des Weiteren für die schmerzlindernde Wirkung bekannt. Daher finden die Samen häufig Verwendung in Breiumschlägen, um Verspannungen, rheumatische Schmerzen, einen Hexenschuss oder andere Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates zu lindern. Die Öle reizen jedoch die Haut und erzeugen Wärme und sollten daher nicht bei offenen Wunden oder Entzündungen angewendet werden, sondern lediglich bei Schmerzen, gegen welche die Wärme eine Besserung der Beschwerden verschafft.

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