Abgebrochener Zahn

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2016
Gesundpedia.deSymptome Abgebrochener Zahn

Ein abgebrochener Zahn tritt verhältnismäßig häufig auf. Alle Zähne können davon betroffen sein. Der Bruch ist entweder deutlich sichtbar oder mit der Zunge spürbar. Grundsätzlich sollte immer ein Zahnarzt aufgesucht werden, da es sonst zu Schmerzen und zu einem späteren Verlust des Zahns kommen kann.

Inhaltsverzeichnis

Defintion

Eines der häufigsten Probleme, weswegen ein Zahnarzt aufgesucht wird, ist ein abgebrochener Zahn. Dies kommt beispielsweise vor, wenn vorab in ein hartes Lebensmittel gebissen wurde und der Zahn dieser Belastung nicht standgehalten hat. In vielen Fällen hat vorab bereits eine Schädigung des Zahnes bestanden, die ihn besonders anfällig für das Abbrechen macht. Dazu kann unter anderem eine erfolgte Wurzelbehandlung oder eine fortgeschrittene Karieserkrankung gehören.

Ein abgebrochener Zahn erfordert grundsätzlich immer eine ärztliche Behandlung. Oftmals kann der Zahn mit einer Füllung wieder hergestellt oder rekonstruiert werden. Ohne eine angemessene Behandlung ist der Zahn weiterhin anfällig für Karies und andere Erkrankungen, wodurch es zu Schmerzen und in der weiteren Folge zu einem Verlust des Zahns kommen kann.

Ursachen

Die Ursachen für einen abgebrochenen Zahn können vielfältig sein. Besonders häufig werden Sportunfälle als Grund für die Verletzung genannt. Hier kann es sich zum Beispiel um einen Zusammenprall mit einem Teamkollegen, einen unglücklichen Ballkontakt oder um einen Sturz handeln. Auch das Trinken aus einem Glas oder einer Flasche, bei dem es zu einem unabsichtlichen Stoß gegen den Zahn gekommen ist, kann für die Verletzung verantwortlich sein. In diesen Fällen sind naturgemäß vor allem die Schneidezähne betroffen.

Aber auch die Backen- oder Weisheitszähne können abbrechen, beispielsweise dann, wenn auf einen harten Gegenstand wie ein Bonbon gebissen wird. In diesen Fällen war oftmals bereits vorab eine Schädigung des Zahnes vorhanden, die ihn besonders anfällig für ein Abbrechen gemacht hat. Eine unbehandelte Karieserkrankung kann dafür ebenso verantwortlich sein wie eine Wurzelbehandlung. Beides mindert die Widerstandsfähigkeit des Zahns und lässt ihn bei Belastung schneller abbrechen.

Diagnose und Verlauf

Ein abgebrochener Zahn kann in den meisten Fällen bereits vom Betroffenen selbst diagnostiziert werden. Bei einem abgebrochenen Schneidezahn ist der Schaden deutlich sichtbar. Ein abgebrochener Backen- oder Weisheitszahn kann mit der Zunge ertastet werden. Auch kleinere Bruchstellen können so erkannt werden, da sich der Zahn anders anfühlt als gewohnt.

Beim Zahnarztbesuch kann die Diagnose schnell bestätigt werden. Dann kommt es darauf an, herauszufinden, wie stark der Zahn beschädigt wurde und ob er erhalten werden kann. Eine genauere Untersuchung, kombiniert mit einer Röntgenaufnahme, kann Aufschluss geben. Abgebrochene Zähne sollten grundsätzlich immer zahnärztliche behandelt werden, da die Schädigung sich nicht von selbst regeneriert und den Zahn deutlich anfälliger für Karieserkrankungen macht.

Liegt der Nerv frei, kommt es zu Schmerzen und/oder durch eindringende Speisereste zu Entzündungen, die das Befinden des Patienten deutlich beeinträchtigen können. Als letzte Konsequenz kann der Zahn so schwer geschädigt werden, dass er gezogen werden muss.

Behandlung und Therapie

Wurde eindeutig ein abgebrochener Zahn diagnostiziert, stellt der behandelnde Zahnarzt fest, inwiefern der Zahn dadurch beschädigt wurde und ob es möglich ist, ihn zu rekonstruieren. Ist ein größeres Stück abgebrochen, sollte der Patient es zum Arztbesuch mitbringen, denn unter Umständen kann es wieder an der Bruchstelle befestigt werden. Dazu ist es dringend notwendig, den Zahnarzt so schnell wie möglich aufzusuchen, beispielsweise auch in einer Klinik oder beim zahnärztlichen Notdienst.

Das Abbruchstück sollte in Alkohol aufbewahrt werden, da dieser konserviert und ein eventuelles Wiederverwenden des Zahnstücks erleichtert. Kleinere Abbrüche können mittels einer Füllung behandelt werden. Ist das Bruchstück verloren gegangen oder seit dem Abbruch zu viel Zeit verstrichen, bleibt dem Zahnarzt nur noch übrig, den betroffenen Zahn zu überkronen. Hierbei wird der Zahn bzw. der betroffene Teil des Zahns künstlich nachgebildet, was einige Zeit dauert und auch recht kostenintensiv ausfällt.

Künstliche Kronen können aus Metall oder Keramik bestehen. Für die Schneidezähne wird grundsätzlich eher Keramik verwendet, da dies optisch kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden ist und nicht auf den ersten Blick verrät, dass eine entsprechende Behandlung stattgefunden hat. Sollte der betroffene Zahn nicht durch eine solche Behandlung zu retten sein, muss er unter Umständen gezogen werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Karies


Vorbeugung

Einem Abbruch des Zahns kann unter anderem vorgebeugt werden, indem immer auf eine einwandfreie Mundhygiene geachtet wird und Routineuntersuchungen beim Zahnarzt regelmäßig wahrgenommen werden. So kann die Entstehung etwa von Karies verhindert und auch die natürliche Widerstandsfähigkeit der Zähne erhalten werden. Beim Sport können die Zähne beispielsweise durch einen sogenannten Zahnschutz vor Beschädigungen durch Unfälle geschützt werden.

Bücher über Zahnpflege

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Abgebrochener Zahn?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?