5 Tipps für die perfekte Wanderausrüstung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
Gesundpedia.deRatgeber 5 Tipps für die perfekte Wanderausrüstung

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit zum Wandern. Die Temperaturen sind wieder milder, die Tage noch lang genug, die Aussicht vielversprechend. Doch damit die Tour in den Bergen gelingt, sind genaues Planen und die richtige Ausrüstung unerlässlich. Manchmal ist der Pfad unwegsam, steiler oder länger als angenommen. Nicht selten muss daher die Bergwacht Wanderer bergen, die sich verletzt haben, erschöpft sind oder gar Schlimmeres. Wir haben daher 5 praktische Tipps, mit denen Ihre Tour zu einem gelungenen Wandererlebnis wird.

Inhaltsverzeichnis

Planung ist alles

Genaues Planen und die richtige Ausrüstung sind beim Wandern unerlässlich.

Bevor es in die Berge geht, ist es unerlässlich sich so viele Informationen wie möglich über die angedachte Route zu informieren. Sie sollten vorab wissen wie lang der Weg ist und wie viele Zeit dafür üblicherweise beansprucht wird. Daran kann häufig schon der Schwierigkeitsgrad eingeschätzt werden.

Auch die Höhendifferenz ist wichtig! Holen Sie sich diese Informationen über das Internet ein und besorgen Sie sich eine Wanderkarte oder einen Wanderführer. Sind Sie in einer Gruppe unterwegs, sollte sich die Schwierigkeit der Tour am schwächsten Gruppenmitglied orientieren.

Prüfen Sie am Vorabend den Wetterbericht. Hitze hemmt die Kondition und bedarf besonders viel Wasservorrat. Kälte und Regen erhöhen das Unfallrisiko. Sind die Bedingungen nicht optimal, sollte die Tour angepasst werden. Wählen Sie eine kürzere und einfachere Route oder verschieben Sie die Tour.

Die richtigen Schuhe

Dass die Highheels bei einer Wandertour zu Hause bleiben sollten, ist klar. Doch auch der Turnschuh ist nicht unbedingt optimal zum Wandern. Der ideale Wanderschuh ist knöchelhoch und hat eine rutschfeste Sohle mit Profil. Das bietet Trittsicherheit, schützt besser vor Umknicken und Abrutschen auf dem unwegsamen Gelände. Der Schuh sollte eng sitzen, vorn jedoch ein bis zwei Zentimeter Luft haben. Achten Sie auch auf bequeme Sportsocken; das schützt vor Blasenbildung. Der Schuh sollte außerdem wasserabweisend sein. Selbst wenn es nicht regnet, sind die Füße so z.B. vor Tauwasser geschützt. Nichts drückt die Stimmung mehr als nasse Füße. (So finden Sie den richtigen Wanderschuh)

Das gehört in den Rucksack

Auch für eine Tagestour bedarf es ein wenig Ausrüstung. Mehr als fünf bis sieben Kilogramm sollte der Rucksack nicht wiegen. Es ist daher wichtig, sinnvoll zu packen. Als Proviant eignen sich besonders Sandwiches. Deren Kohlenhydrate geben ausrechend Energie zum Wandern. Bananen und etwas Süßes sind schnelle Energielieferanten und geben Schwung für den weiteren Weg.

Achten Sie vor allem auf ausreichend Wasser, vor allem wenn die Temperaturen heiß sind. Bei einer langen Tagestour sollten ein bis anderthalb Liter pro Person mitgenommen werden. Neben dem Proviant, sind Karte und Wanderführer zur Orientierung unerlässlich.

Da das Wetter in unseren Breitenkreisen schnell wechseln kann, sollte die Regenbekleidung nicht fehlen, ebenso Sonnenbrille, Kopfbedeckung und ein hohes Sonnenschutzmittel. Um für den Notfall gerüstet zu sein, gehören auch ein Handy, eine Rettungsdecke sowie ein Erste-Hilfe-Set in den Rucksack.

Das richtige Tempo finden

Wandern ist nicht Joggen. Gehen Sie also ein ruhiges Tempo, dann schaffen Sie es ohne Probleme mehrere Stunden unterwegs zu sein. Wer sich nebenbei noch unterhalten kann, geht genau richtig. Wer dabei außer Atem kommt, sollte sich etwas bremsen. Zu empfehlen sind etwa alle 30 Minuten etwas zu trinken und etwa alle zwei Stunden eine Kleinigkeit zu essen. Wer nicht nur einen Tag, sondern gleich mehrere Tage auf Wanderurlaub unterwegs ist, sollte langsam starten. Erst mit kurzen und einfachen Touren beginnen und dann von Tag zu Tag längere und schwierigere Strecken gehen.

Sicherheit geht vor

Bei allem Enthusiasmus: Sicherheit muss immer vorgehen. Weichen Sie daher nicht von den markierten Wegen ab. Abkürzungen führen häufig in unsicheres Gelände. Schotterwege, Wurzeln und Nässe erschweren das Laufen. Achten Sie auf kleine bedachte Schritte. Wer die Orientierung verloren hat, sollte bis zum letzten bekannten Punkt umkehren. Personen, die älter als 40 Jahre sind und wenig Sport treiben, wird empfohlen sich vor einem Wanderurlaub auf Bluthochdruck, Diabetes oder Arteriosklerose untersuchen zu lassen. Wenn Sie sich allein auf den Weg machen, geben Sie stets jemandem bescheid, wo Sie unterwegs sind!

Bücher über das Wandern

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema 5 Tipps für die perfekte Wanderausrüstung?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Markus kommentierte am 11.05.2016 um 15:41 Uhr

Tolle Tipps! Ich packe schon lange meine Taschen mit System, weil ich im Internat aufgewachsen bin und am Wochenende mit dem nötigsten schnell nach Hause wollte. Wichtig hierbei ist auch immer ein gutes EDC-Messer wie ich finde. Kann ich nur empfehlen!