Überempfindliche Zähne

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Überempfindliche Zähne treten im Alltag häufig auf, insbesondere während des Verzehrs von sehr heißen oder kalten Speisen, wie zum Beispiel Eis. Die Entstehungsursachen sind vielfältig, lassen sich aber nach einer fachgerechten Diagnose in den meisten Fällen gut behandeln. Somit muss die Lebensqualität aufgrund von Schmerzen bei dem Eisverzehr nicht dauerhaft eingeschränkt sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind überempfindliche Zähne?

Empfindliche Zähne äußern sich dann, wenn bestimmte Reize auf den Zahn ausgeübt werden. Zu diesen gehören, wie bereits erwähnt, zum einen Nahrungsmittel mit einer bestimmten Temperatur, aber auch im Winter durch das Einatmen von kalter Luft können die typischen Beschwerden auftreten.

Der Schmerz ist jedoch keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom einer anderen Krankheit, welche vorrangig beseitigt werden sollte, um eine langfristige Schmerzfreiheit gewähren zu können. Als generelle Ursachen gelten Probleme des Zahnfleisches oder der Abrieb des schützenden Zahnschmelzes. Die Reize können dann ungehindert bis zu den Nerven vordringen, wo sie zum Gehirn geleitet werden, welches den Schmerz anschließend wahrnimmt.

Ursachen

Die Schmerzen entstehen somit dann, wenn sich das Zahnfleisch zurückbildet oder der Zahnschmelz abnimmt. Hinter dieser Problematik können verschiedene Ursachen stecken. Für einige ist der Betroffene selbst verantwortlich. Zum Beispiel kann falsches Zähneputzen dazu führen, dass der schützende Zahnschmelz abnimmt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn zuviel Druck während des Schrubbens ausgeübt wird, meistens in Kombination mit einer ungeeigneten Zahncreme.

Neben dem Zahnschmelz kann die falsche Technik des Zähneputzens auch das Zahnfleisch beeinflussen. Sobald es zu einer Rückbildung des Zahnfleisches kommt, liegen die empfindlichen Zahnhälse frei und es kommt zu Schmerzen. Eine weitere Ursache stellt das Zähneknirschen dar, unabhängig davon, ob es unbewusst in der Nacht oder tagsüber erfolgt. Durch die Bewegung wird der Zahnschmelz abgerieben, sodass die darunter liegende empfindliche Schicht, das Dentin, freiliegt und für äußere Reize empfänglich ist.

Darüber hinaus können auch Zahnfleischerkrankungen für die Empfindlichkeit verantwortlich sein, in deren Folge sich das Zahnfleisch zurückbildet. Hier sind besonders Entzündungen zu nennen, die ebenfalls chronisch verlaufen können.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Die äußere Form wird dem Zahn durch das Dentin verliehen, dem sogenannten Zahnbein. Innerhalb des Dentins befindet sich ein hohler Raum, welcher Nerven und Gefäße beinhaltet. Diesen nennt man auch Pulpa. Von Innen nach Außen verlaufen Kanäle, welche Reize weiterleiten. Sobald eine starke Abnutzung des Zahnschmelzes oder der Rückgang des Zahnfleisches stattgefunden hat, sind die Kanäle offen, ohne dass sie geschützt werden. Der Zahn reagiert nun mit Schmerzen, sobald er gereizt wird, wie zum Beispiel durch Hitze, Kälte oder Druck. Der Zahnschmelz kann also als Schutzschild vor äußeren Reizen verstanden werden. Ist er nicht mehr vorhanden, kommt es zu den typischen Beschwerden.

Vor der physischen Untersuchung erfolgt bei dem Zahnarzt zunächst ein ausführliches Gespräch (Anamese). Der Arzt wird besonderes Interesse an der Art der Schmerzen hegen, wann genau sie auftreten und mit welcher Technik und Regelmäßigkeit die Zähne geputzt werden. Besonders freiliegende Zahnhälse lassen sich in den meisten Fällen sehr schnell diagnostizieren. Darüber hinaus ist es möglich, dass der Arzt den Verlauf der Zahnempfindlichkeit durch Bilder dokumentiert.

Behandlung und Therapie

Je nachdem welche Ursache für den Schmerz verantwortlich ist, variiert die entsprechende Therapie. Ist ein Rückgang des Zahnfleisches an den Beschwerden schuld, so können Betroffene bereits durch die Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten selbst Abhilfe verschaffen. Wenn die Zurückbildung zu weit fortgeschritten ist, kann der Zahnarzt sich ebenfalls für eine mechanische Versiegelung entscheiden. Hier wird die Oberfläche durch einen speziellen Lack oder Kunststoff geschlossen, sodass wieder eine schützende Schicht entsteht.

Durch das Zähneknirschen können sich ausgehöhlte Zahnhalsbereiche bilden, die durch Kunststoff gefüllt werden. Durch diese Therapie ist es den Reizen nicht mehr möglich, weiter vorzudringen und Schmerzen auszulösen. Aber neben dem Symptom sollte insbesondere die Ursache behandelt werden. So ist es ausschlaggebend, die optimale Technik beim Zähneputzen anzuwenden. Starker Druck sollte stets vermieden werden, stattdessen sind weichere Borsten und leichte Massagen zu empfehlen.

Optimal ist es, sich die richtige Technik vom Zahnarzt zeigen zu lassen. Neben der Art des Putzens ist die Zahnpasta wichtig. Menschen, die zu empfindlichen Zähnen neigen, sollten eine Zahnpasta verwenden, die auf diese Problematik angepasst ist. Die unterschiedlichen Produkte weisen einen Anteil an verschiedenen Stoffen wie Arginin oder Kalzium auf, welche sich in Form von Verbindungen um den Zahn legen und die empfindlichen Kanäle verschließen. Somit werden die Reize äußerlich abgeblockt.

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Vorbeugung

Empfindliche Zähne lassen sich insbesondere durch regelmäßiges, richtiges Zähneputzen vorbeugen. Dieses sorgt dafür, dass sich keine Erreger vermehren können, die Zahnfleischentzündungen und somit den Rückgang des Gewebes zu verantworten haben.

Menschen, die sich darüber bewusst sind, dass sie nachts zum Zähneknirschen neigen, sollten entsprechende Schienen tragen. Zahnbürste- und pasta müssen den indivduellen Bedürfnissen angepasst sein, sollten im Zweifelsfall jedoch lieber einen sanfteren Härtegrad aufweisen. Zudem empfiehlt es sich, mit der Zahnbürste Massagen auszuüben und nicht zu schrubben.

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